2026-02-19
Am 16. Februar, am Vorabend des chinesischen Neujahrs, trat Yiwu als Nebenveranstaltungsort feierlich auf der Bühne der Frühlingsgala auf.
Das gesamte Programm nutzt die „Feder“ als zentrales Symbol und verwebt die Anekdote des „Hühnerfedern-gegen-Zucker-Tauschs“ subtil in der Bildsprache. So entstehen Szenen, die sichtbar, hörbar und emotional nachvollziehbar sind, und die durch eine poetische Ausdrucksweise die Zähigkeit und Beharrlichkeit der grassroots-Unternehmer in Yiwu direkt ins Herz des Publikums tragen.
Die Kameraführung beginnt in der Ximen-Altstraße, die die Geschichte des Widerstands gegen japanische Piraten trägt, führt weiter über eine geistige Hochburg der Wahrheitsfindung, durch schöne Dörfer, die den gemeinsamen Wohlstand zeichnen, und durch historische Altstädte, die eine tausendjährige kulturelle Tradition verkörpern. Anschließend wendet sie sich den lebendigen Gassen des Alltags zu und fokussiert schließlich auf die weltweit bekannte Internationale Handelsstadt Yiwu. Dazwischen werden Elemente wie der China-Europa-Güterzug aus Zhejiang (Yiwu–Xinjiang–Europa) sowie die Film- und Fernsehkultur von Hengdian in Dongyang eingebunden, um der Welt ein vielschichtiges Bild zu präsentieren: ein warmherziges Yiwu, ein kulturell tief verwurzeltes Jinhua, ein an der Spitze der Zeit stehendes Zhejiang und ein selbstbewusstes, offenes China.

Rückblick auf den „Weg nach Yiwu“
„Yiwu wünscht allen ein frohes neues Jahr!“ Mit den Neujahrsgrüßen der Moderatoren Guo Ruotian und He Chuan wurde das Programm des Yiwu-Nebenstandorts auf der Bühne des Global Digital Trade Center eröffnet.
Eingeleitet durch eine leichte Feder erstrahlten nach und nach charakteristische Laternen, die Yiwu-Shangyang-Perlenlichter mit der Holzschnitzkunst der Achtseitigen Halle von Huangshan vereinen. Federn flogen aus den Perlenlaternen heraus, und das Publikum hatte das Gefühl, durch einen historischen Zeitkorridor zu reisen: die schlichte Pagode des Da’an-Tempels, moderne CBD-Hochhäuser, die geschäftige Internationale Handelsstadt und der majestätische Jiming-Pavillon… Die Wahrzeichen Yiwu zogen nacheinander vorbei und zeichneten die großartige Entwicklung der Stadt von der Geschichte zur Moderne nach.
Die Kamera wechselt zur Ximen-Altstraße. Begleitet von der Off-Stimme „Hühnerfedern gegen Zucker, Nadeln gegen Zucker!“ schwebt eine Feder langsam herab. Der internationale Star Jackie Chan greift die Feder und ruft laut „Hühnerfedern gegen Zucker!“, was sofort die Begeisterung des Publikums entfacht. Anschließend stimmen wandernde Händler mit Tragestangen im Chor ein, während Kinder in neuen Kleidern fröhlich mit ihren Rasseln schütteln. Diese Szene symbolisiert, wie Yiwu durch den „Hühnerfedern-gegen-Zucker“-Tausch einen globalen Markt hervorbrachte – so lebendig und voller Energie wie die festliche Atmosphäre des Neujahrs.


In der lebendigen Atmosphäre der Altstraße entfaltet sich Schritt für Schritt die tiefe kulturelle Grundlage Yiwu: der süße Yiwu-Braunzucker, die von der traditionellen chinesischen Medizin geprägte Zhu-Danxi-Kultur, die klangvolle Yiwu-Daoqing-Erzählkunst und der seit Jahrhunderten duftende Jinhua-Schinken… „Durch stark lokal geprägte Elemente haben wir eine festliche, lebhafte und ertragreiche Neujahrsstimmung geschaffen“, erklärte Liu Xin, die Chefregisseurin des Yiwu-Nebenstandorts der Frühlingsgala.
Daraufhin folgte der eindrucksvolle Auftritt der Wuju-Oper „Die Soldaten von Yiwu“: Eine Gruppe von Yiwu-Soldaten der Qi-Armee schwenkte mit großer Wucht ihre Kriegsbanner. Wu Yue, der im Film God of War einen Offizier der Qi-Armee gespielt hatte, ritt mit dem großen Banner der Qi-Armee aus den Feuerwerkslichtern auf die Bühne. Das gesamte Publikum rief im Chor, Pferde wieherten und Waffen klirrten. „Die Wuju-Darsteller aus Yiwu haben den Geist der Qi-Armee lebendig gemacht!“, lobte Liu Xin. „Die Bambuswaffen in ihren Händen sind nicht nur der ‚König der Kaltwaffen‘, sondern tragen auch die Kultur der ‚Sechs Tugenden‘ Yiwu sowie den aufrechten und mutigen Stadtsgeist.“

Bemerkenswert ist zudem, dass der Schauspieler Liu Ye, der im Film The Pioneer Chen Wangdao verkörperte, sich ebenfalls der Dorfbewohnergruppe anschloss. Sein Ausruf „Der Geschmack des Glücks ist sehr süß!“ bildet über Raum und Zeit hinweg eine Resonanz mit dem berühmten Satz „Der Geschmack der Wahrheit ist sehr süß!“.
Yiwu und der digitale Handel im Aufschwung
Während das Publikum noch in die reiche kulturelle Collage Yiwu vertieft war, wechselte das Bild bereits: Neue Energie-Fahrzeuge, beladen mit Neujahrswaren, fahren vor – der „Welt-Supermarkt“ tritt glänzend in Erscheinung.
In den Gängen der Internationalen Handelsstadt strömen die Menschenmengen, und die Geräuschkulisse gleicht einer Welle. Mehrfach gemixte Zahlungseingangstöne, schnelle Produktvorstellungen von Kurzvideo-Streamern und das Geräusch reißenden Klebebands beim Verpacken verweben sich zu einem dichten akustischen Netz. „Echte Händler aus Yiwu statt Schauspieler zu wählen, war eine unserer besten Entscheidungen“, sagte Außenregisseur Li Xing. Als er mit der Kamera durch die Stände ging, verkörperte jeder Händler authentisch seinen Alltag.

Die eigentliche Überraschung verbirgt sich jedoch im Technologieviertel des Marktes. Die fünf Worte „Neue Spezialitäten aus Zhejiang“ dominieren die Bildschirme, und ein 1,8 Meter hoher „Mecha-Wukong“ wird offiziell präsentiert. Die in mehreren Generationen verankerte Musik „Yun Gong Xun Yin“ erklingt kraftvoll, ein Sun-Wukong-Roboter vollführt Salti und fliegt anschließend auf seiner „Wolke“ – die sich bei näherem Hinsehen als ein Roboterhund entpuppt. Der Roboterhund läuft mit vier Beinen wie auf Feuerrollen und trägt den stählernen Körper durch die Menschenströme der Handelsstadt. In diesem Moment reichen sich Mythos und Technologie über Yiwu hinweg lautlos die Hand.

Roboter bewegen sich durch Straßen und Gassen und ergänzen Drohnen und intelligente Ausrüstung des Yiwu-Marktes, wodurch die iterative Aufwertung des Marktes sichtbar wird. Hier gibt es nicht nur die Erzählung von Kleinwaren, sondern auch hochentwickelte Hightech-Produkte, die über den digitalen Handel mit der Welt verbunden sind.
In Yiwu die Welt sehen
Im Programm sticht besonders die „Weltfenster“-Bühneninszenierung als visueller Anker hervor. Diese „Fenster“ öffnen sich immer wieder: Zu Beginn der Teepflücktanz-Melodie wachsen mithilfe von AR frische grüne Teeblätter zwischen den Fensterrahmen; mit dem musikalischen Höhepunkt fährt ein China-Europa-Güterzug der Strecke Yiwu–Xinjiang–Europa aus dem „Weltfenster“ heraus, während beidseits der Gleise Federn stehen. „Dieses Fenster symbolisiert, dass Yiwu das Fenster ist, durch das China die Welt sieht, und zugleich das Fenster, durch das die Welt China sieht“, erklärte Liu Xin.

Mit dem rhythmischen Klang der Rasseln beginnt der größte „internationale Höhepunkt“ des Yiwu-Nebenstandorts: Die beiden internationalen Stars Jackie Chan und Lionel Richie durchbrechen Raum und Zeit und treten gemeinsam auf. Während das Lied seinen Höhepunkt erreicht, schwenkt die Kamera nach Kasachstan, Russland, Ungarn, Frankreich, Spanien und in weitere Länder, in denen Künstler verschiedener Nationen dieselbe Melodie singen. Auf der Hauptbühne steigen sechs riesige Blumeninstallationen langsam empor: Pfingstrose, Orchidee, Rose, Iris, Granatapfelblüte und Sonnenblume. Liebe und Einheit wachsen dem Licht entgegen und stehen Seite an Seite. Die Instrumentalklänge von Musikern aus aller Welt verweben sich, während Stars, Branchenvertreter und chinesische sowie ausländische Freunde in Yiwu – unabhängig von Hautfarbe und Sprache – Hand in Hand stehen. „Wir wollten in dieser globalen Feier die Idee einer Schicksalsgemeinschaft vermitteln“, sagte Liu Xin.



Warum also Yiwu?
Der Kreativdirektor Wang Xing erklärte, dass in Yiwu mehr als 30.000 dauerhaft ansässige ausländische Geschäftsleute aus über 100 Ländern und Regionen leben und im Markt jederzeit ein Dutzend Sprachen zu hören sind. Die Rassel war einst das Verkaufsinstrument beim „Hühnerfedern-gegen-Zucker“-Handel; heute wird sie von Kindern unterschiedlicher Hautfarben geschüttelt. Dieses Lied in Yiwu zu singen ist keine bloße Anhäufung internationaler Elemente, sondern spiegelt den alltäglichen Lebensrhythmus dieser Stadt wider.
Als Drohnen am Himmel die Worte „Yiwu der Welt – eine Stadt der Zuneigung und Loyalität“ formten, schossen Feuerwerke auf beiden Seiten des Global Digital Trade Center in die Höhe und erhellten den Bühnenhintergrund – dieses Wahrzeichen hat weder Anfang noch Ende, so wie die Beziehung zwischen Yiwu und der Welt, die sich zyklisch fortsetzt und niemals endet.
Darüber hinaus wirkte die im Programm präsentierte „Teepflücktanz-Melodie“ erfrischend neu: Violine und Guzheng, ein westliches und ein chinesisches Instrument, erklingen in harmonischem Einklang; das Gemälde Dwelling in the Fuchun Mountains entfaltete sich langsam unter den charakteristischen Laternen und ließ die malerische Landschaft an beiden Ufern des Fuchun-Flusses lebendig werden; Tänzer schwebten auf einer riesigen Rassel durch die Luft und interpretierten die anmutige Darbietung „Der Phönix fliegt empor“; im Abschnitt des Drachenlaternen-Empfangs versammelten sich Dorfvertreter aus Dinghai, Lanxi, Chun’an und anderen Städten und Kreisen der Provinz in Yiwu – auf dem Weg zum gemeinsamen Wohlstand soll „niemand zurückgelassen werden“… Elemente aus Yiwu, Geschichten aus Zhejiang und die Haltung Chinas schreiben gemeinsam ein lebendiges „Zhejiang-Kapitel“ der chinesischen Modernisierung in der neuen Ära.
